Nexus-Erfahrungen begreifen und bewältigen
- Ulrich Lythgoe-Schoisswohl

- 15. Dez. 2025
- 1 Min. Lesezeit

Konfrontiert mit dem scheinbar Unbewältigbaren, finden wir uns mitunter auf leeren Straßen und einsamen Wegen wieder, wo jede Gewissheit schwindet und die Fäden unseres Lebens sich auflösen. Nicht selten geraten wir in ein verwirrendes Geflecht aus widersprüchlichen Ansichten und Perspektiven, unverdaulichen Erfahrungen und wiederkehrenden destruktiven Lebensereignissen.
Dieser Erfahrung wurden verschiedene Namen gegeben: spirituelle Krise, schamanische Initiationskrise, dunkle Nacht der Seele oder schlicht: eine hoffnungslose Lebenssituation.
Ich nenne sie den Nexus. Denn ich habe erkannt, dass es nicht nur um einen Ort der Verzweiflung handelt, sondern auch um einen Raum unglaublichen Potenzials.
Aus dem Nexus herauszufinden ist keine leichte Aufgabe. Nur jene, denen es gelingt ihre Vorstellungen von der Welt und von sich selbst grundlegend zu wandeln, wird ihm entkommen.
Der Nexus kann Fluch oder Segen sein: Alles hängt davon ab, ob man einen Ausweg findet oder hier gefangen bleibt.
Sechzehn Jahre verbrachte ich im Nexus, studierte ihn, kartierte ihn, bevor ich meinen Weg hinausfand. Wenn ich eines über den Nexus gelernt habe, dann dies: Schlage hier kein Lager auf. Mach dir nichts vor, du kannst deinen Weg nicht allein finden. Niemand kann das.
Nimm einen Ortskundigen in Anspruch.



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